Juchuuu es schneit – wenn Hunde Schnee fressen

Tierarzt blu.beethoven

Juchuuu es schneit – wenn Hunde Schnee fressen

Nicht nur für den Menschen, sondern auch für unsere Hunde bedeutet Schnee immer große Freude. Ein Spaziergang durch die weiße Pracht, kann aber so manche Probleme bedeuten, wenn Ihr Liebling den Schnee zu fressen beginnt.

Durch die Freude im Schnee zu toben wird den Hunden warm und sie entdecken, dass Schnee auch den Durst stillt, bzw. sie abkühlt. Aber auch das Werfen von Schneebällen, denen die Hunde nachjagen und sie zu fangen versuchen, führt zur Aufnahme von Schnee.

Die Kälte des Schnees führt zu Reizungen der Schleimhaut des Rachens, der Speiseröhre und des Magens, was wiederum zu schwerwiegenden Entzündungen führen kann.

Eine Entzündung des Rachens und eventuell sogar der Mandeln, äußert sich durch Husten des Tieres. Manche beginnen auch massiv Gräser zu fressen oder absurde Dinge wie Teppichfransen oder Teile von Spieltieren, damit das Kratzen im Hals besänftigt wird. Der Hund hustet manchmal auch mit würgenden Geräuschen den festsitzenden, weißen Schleim aus dem Rachen aus.

Wenn die Speiseröhre und/oder der Magen von der Entzündung betroffen ist, so kommt es oft zur Futterverweigerung, Erbrechen. Tritt sowohl Durchfall auf, so hat sich die Entzündung auch auf den Darmtrakt ausgedehnt. In schweren Fällen können sowohl im Erbrochenen als auch im Durchfallkot blutige Beimengungen zu finden sein, dann sollten Sie mit Ihrem Tier sofort in einer Tierarztpraxis vorstellig werden.

Sie können Ihr Tier bei den ersten Symptomen sehr gut unterstützen, indem Sie vor allem die weitere Aufnahme von Schnee und Eis vermeiden. Bieten Sie zimmerwarmes Trinkwasser oder auch warmen, auf keinen Fall heißen, Tee aus Kamille, Fenchel oder Käsepappel an. Füttern Sie in vielen kleinen Portionen pro Tag und am besten eine Magen-Darm-Schonkost für einige Tage. Sie können schleimig, also mit viel Wasser gekochten, Reis mit Hühnchen und Karotten anbieten, oder eine gängige im Handel erhältliche Magen-Darm-Diät.

Beruhigen Sich die Symptome nicht innerhalb von 1-2 Tagen, sollten Sie umgehend zu Ihrem Tierarzt gehen.

Die beste Vorsorge um solche Entzündungen zu vermeiden, ist natürlich es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Werfen Sie Ihrem Hund keine Schneebälle und verbieten Sie die Aufnahme von Schnee schon bei den ersten Versuchen vehement. Schon ganz junge Hunde müssen dahingehend erzogen werden, sonst droht eine chronische Mandel-Rachen-Entzündung, die dann nur schwer in Griff zu bekommen ist.

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